VERLORENE HEIMAT
Zehn Jahre nach dem Völkermord an den Jesiden - eine Fotoausstellung über das, was bleibt.
Am 3. August 2014 begann im Nordirak ein Völkermord. Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates überfielen die Region Sinjar, töteten Tausende Jesidinnen und Jesiden, verschleppten Frauen und Kinder und zerstörten Dörfer, Städte und religiöse Stätten. Innerhalb kürzester Zeit wurden rund 400.000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Viele suchten Zuflucht im Sinjar-Gebirge, andere flohen in die kurdischen Gebiete des Iraks oder weiter nach Europa.
Mehr als ein Jahrzehnt später leben noch immer Zehntausende in provisorischen Lagern im Nordirak oder verstreut in der Diaspora. Eine Rückkehr nach Sinjar ist für viele bis heute nicht möglich.
Der Freiburger Fotograf David Lohmueller besucht seit 2018 regelmäßig jesidische Familien im Nordirak. Seine Fotografien zeigen das Leben in sogenannten IDP-Camps, die als Übergangslösungen gedacht waren und längst zu dauerhaften Wohnorten geworden sind. Sie dokumentieren Enge, improvisierte Infrastruktur und Abhängigkeit von externer Hilfe – aber auch Fürsorge, Gemeinschaft und den Versuch, Würde und Normalität zu bewahren.
Gleichzeitig führen die Bilder zurück nach Sinjar – in eine Region, die zwar vom IS befreit ist, aber weiterhin von politischer Instabilität und Unsicherheit geprägt ist. Der Wiederaufbau verläuft langsam; viele Orte sind zerstört oder unbewohnbar, Massengräber bis heute nicht vollständig exhumiert.
Die Ausstellung „Verlorene Heimat“ richtet den Blick auf die Jahre nach dem Genozid: auf provisorische Lebensräume, Routinen und Verluste und zugleich auf Menschen, die unter außergewöhnlichen Umständen versuchen, ein selbstbestimmtes Leben aufrechtzuerhalten.
Die Ausstellung lädt dazu ein, hinzusehen und zuzuhören – und fragt, was es heißt, eine Heimat zu verlieren.
In Zusammenarbeit mit:
Veranstaltungsorte 2026

06.03. - 15.04. - Furtwangen 

Weitere Veranstaltungsorte:
Zürich, Konstanz, Pforzheim, Freiburg, ..
(Termine & Details folgen in Kürze)
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#LIGHTENUP
LightenUp ist der Name eines spontanen Hilfsprojektes, das wir 2016 im griechischen Flüchtlingslager Idomeni ins Leben gerufen haben. Mit gesammelten Spenden konnten wir mehr als 2000 Solarlichter verteilen und dafür sorgen, dass die Menschen nicht länger im Dunkeln sitzen mussten. Eine Fortsetzung des Projektes gab es 2018 in verschiedenen Flüchtlingscamps im Nordirak.
Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie humanitäre Projekte, die wir in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Hilfsorganisationen, Grassroot Initiativen und lokalen Netzwerken regelmäßig vor Ort begleiten und unterstützen.
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